Unsere Firmenchronik

 

Mit einer Unternehmensgeschichte von nun mehr als 80 Jahren kann AMR auf eine interessante Vergangenheit zurückblicken.

1914-1945  |  1951-1966  |  1971-2001

1914/18

Mit dem ersten Weltkrieg fing alles an. Heinrich Meier, Urgroßvater von Geschäftsführerin Petra Meier, fiel im Krieg. Seine Frau Helene stand mit ihren zwei Töchtern Lisa und Martha, sowie den zwei Söhnen Adolf und Heini alleine da. Aus dieser Situation heraus richtete sie, zusammen mit ihrem Bruder, einen Tauschhandel für Hanf, Hede, Knochen, Lumpen und Schrott an der Weher Str. 25 in Rahden ein.

1926

Ab 1926 führte ihr ältester Sohn Adolf mit 22 Jahren den Handel weiter und gründete den Reiseverkehr. Zunächst mit einem umgebauten Lkw, mit dem im Sommer Ausflüge gefahren wurden. Im Winter wurden die Sitze des LKW ausgebaut, um Hanf, Hede und Flachs an den Sammelstellen abzuholen und gegen Leinen einzutauschen.

1931

Am 11. Dezember 1931 heirateten Adolf und Elisabeth Meier.

1938

Sohn Heinz wurde geboren.

Adolf und Elisabeth Meier bauten das Unternehmen immer weiter aus. Zuerst auf einem angemieteten Gelände am Rahdener Bahnhof, dem heutigen Aldi-Parkplatz, dann an der Weher Straße und seit 1951 auf dem heutigen Gelände an der Weller Straße.

Während des 2. Weltkrieges gab es nur wenige Busunternehmen: die Firmen Frentrup, Bollmeier und Adolf Meier im hiesigen Gebiet und im niedersächsischen Raum die Firma Gaumann. Die Fahrten waren sehr abenteuerlich und für heutige Verhältnisse unvorstellbar. Da die Eisenbahn- und Straßenbrücken über den Mittellandkanal gesprengt waren, konnte man nur mit dem Bus über eine Behelfsbrücke nach Lübbecke kommen. Das bedeutete für die Fahrgäste: vor der Brücke aussteigen, zu Fuß auf die andere Seite hinübergehen und dann wieder in den Bus einsteigen.

1945

Nach dem 2. Weltkrieg arbeiteten zwei holländische und drei französische Soldaten, die in Rahden interniert waren, im Betrieb mit. Zu dem Holländer Oki besteht bis heute noch ein freundschaftliches Verhältnis.

Die Busfahrer mussten nicht nur fahren, sie mussten auch bei der Firma Stapel in Pr. Oldendorf-Holzhausen Holz holen, dass gespalten und in der Halle gestapelt wurde. Das Holz wurde für die Busse benötigt, da diese nicht mit Benzin, sondern mit einem Holz-Gas-Gemisch fuhren.
Jeden Morgen mussten die Busse von den Fahrern eine Stunde vorgeheizt werden und auf die Dächer wurden je 16 Säcke Holz geladen, um damit den Ofen, der sich auf dem Dach oder an der Seite befand, zu heizen. Wenn nicht mehr genügend Holz im Ofen war, wurde erst angehalten, um Holz nachzufüllen, damit die Reise weitergehen konnte. Später wurde mit Flaschengas gefahren bevor es die ersten Benzinbusse gab.



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